Trockenheit/Hitze

Sommerhitze; © picture-alliance
Sommerhitze; © picture-alliance

Bei sonnigem Wetter fühlen sich die meisten Menschen wohl. Jedoch bringen extreme Hitze und Trockenperioden, die in Zukunft als Wetterextreme auch in Brandenburg weiterhin zunehmen sollen, Gefahren für Mensch und Tier mit sich. Aber auch die Landwirtschaft und Natur hat unter großen Hitzewellen zu leiden. Die bestellten Felder der Landwirte mangelt es an Wasser, Flüsse trocknen aus und die Brandgefahr in den brandenburgischen Wäldern steigt.

 

Übersicht

Entstehung/Risiko
Vorbeuge/Schutz
Eigenvorsorge
Weitere Informationen
  • Heißer Tag (Tropentag)
    Ein Heißer Tag ist ein Tag an dem das Maximum der Lufttemperatur ≥ 30 °C beträgt. Ein Heißer Tag wurde früher auch als Tropentag bezeichnet.

    Hitze/Hitzewarnungen
    Ab Tageshöchsttemperaturen von 30 Grad spricht man von einem heißen Tag. Die "gefühlte Temperatur" eines Menschen entspricht der herrschenden Lufttemperatur aber nur, wenn man sich mit der Temperatur angemessener Kleidung bei mittlerer Luftfeuchtigkeit und Windstille langsam im Schatten bewegt. In der Sonne und bei hohem Wasserdampfgehalt der Luft empfindet man die Temperatur als höher.
    Hitzewarnungen werden vom Deutschen Wetterdienst für eine "starke Wärmebelastung" bei einer gefühlten Temperatur von 32°C und für eine "extreme Wärmebelastung" ab einer gefühlten Temperatur von 38°C ausgegeben.

    Trockenperiode
    Eine "Trockenperiode" ist ein mehr oder weniger langer Zeitraum mit ausgeprägter trockener Witterung. Es existieren keine einheitlichen Festlegungen, ab wieviel Tagen ohne (oder mit nur sehr geringen) Niederschlägen von einer "Trockenperiode" die Rede sein kann. Sie hängt vom Wasserbedarf der einzelnen Bereiche ab und kann demzufolge in der warmen Jahreszeit schon nach einigen trockenen Tagen beginnen. Im Winter sorgt die wegen der niedrigen Luft- und Bodentemperaturen gegenüber dem Sommer stark verminderte Verdunstung dafür, dass trotz minimaler Niederschläge eines Monats eine echte "Trockenperiode" nur schwer erreicht werden kann.

    Dürre
    Dürre ist ein extremer, über einen längeren Zeitraum vorherrschender Zustand, in dem weniger Wasser bzw. Niederschlag verfügbar ist als erforderlich. Dabei ist Dürre ein Wechselspiel zwischen der Verfügbarkeit und dem Wasserbedarf. Dürren werden häufig in drei Arten (Meteorologische Dürre, Landwirtschaftliche Dürre, Hydrologische Dürre) unterteilt.
    Der Niederschlags-/Dürreindex, Standardized Precipitation Index (SPI),ist einer der gebräuchlichsten klimatologischen Niederschlagsindizes zur Identifikation von Dürren und Niederschlagsüberschüssen.

    Weitere Informationen: Wetterlexikon (DWD)

  • Schwerpunkt der Schutzmaßnahmen bilden neben der Information und Vorwarnung natürlich die individuelle Eigenvorsorge. Öffentliche und staatliche Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen gegen Hitze und Trockenheit sind nur begrenzt möglich.

    Zu den öffentlichen Maßnahmen gehört der Gewässerschutz im wasserreichen Land Brandenburg, denn Trockenheit und Hitze lassen die brandenburgischen Gewässer schrumpfen. Im bundesweiten Vergleich ist Brandenburg mit im Mittel 558 mm Niederschlagshöhe bereits eines der trockensten Bundesländer. Aktuelle Klimaberechnungen sagen für Brandenburg eine Zunahme der Mitteltemperatur bei in etwa gleichbleibendem Jahresniederschlag voraus. Dieser Klimawandel wird sich im Wasserhaushalt durch eine steigende Verdunstung und einen abnehmenden Abfluss widerspiegeln. Der Wasserstand und Abfluss in den brandenburgischen Oberflächengewässern wird durch ein landesweites Messnetz erfasst. Mit Hilfe der gewonnenen Daten können Aussagen zum aktuellen hydrologischen Geschehen und zu zeitlichen Entwicklungen getroffen werden.

    Weitere Informationen: Gewässerschutz und Wasserwirtschaft im Land Brandenburg (MLUL)

  • Im Sommer kann es durch bestimmte Wetterlagen zu tagelangen Hitzeperioden kommen. Temperaturen bis weit über 30 Grad (im Schatten) können dabei auch für die Gesundheit gefährlich werden. Deshalb ist gut beraten, wer bestimmte Verhaltensmaßregeln beachtet und für die nächste Hitzewelle gewappnet ist.

    Weitere Informationen: Ratgeber zur Schadensvorbeugung

  • Informationsmaterial

    Waldbrandgefahr durch Hitze

    Brandenburg verfügt über eine Waldfläche von rund 1,1 Mio. ha (37 Prozent der Landesfläche) und ist mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern, niedrigen Niederschlagsmengen und leichten Sandböden bundesweit das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung. Durchschnittlich brennt es im Wald jährlich zirka 325 Mal (Durchschnitt der letzten 20 Jahre). Extreme Trockenheit und langanhaltende Hitze lassen die Waldbrandgefahr steigen.

    Weitere Informationen: Waldbrände